Newsletter zur Fastenzeit 2026

Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

in unserer christlichen Tradition steckt viel Lebensweisheit. Aus säkularer Perspektive ließe sich manches unter dem Label „Lebenskunst“ fassen.

Schauen wir nur mal auf das Kirchenjahr: Es gibt Zeiten der Ruhe und der Besinnung, aber auch Zeiten des fröhlichen Feierns. Es gibt Zeiten des Fastens und des bewussten Verzichts, aber auch Zeiten des gemeinsamen Essens und des Überflusses.

Gerade erleben wir den Wechsel von einer Phase des ausgelassenen Feierns hin zur Fastenzeit. „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe“, mahnt uns Johannes der Täufer. In säkularer Sprache könnte der Lebenstipp heißen: Drücken Sie die Reset-Taste, hinterfragen Sie Ihre Gewohnheiten, nehmen Sie Ihr Ziel neu in den Blick!

Dabei wünschen wir Ihnen alles Gute und schicken Ihnen wie gewohnt Anregungen und Informationen rund um das Thema Religionsunterricht.


Herzliche Grüße

Ihr Team von reli+

RUplus

RU heute – und morgen?

Die aktuellen Beiträge des neuen Magazins „RUplus“ vermitteln spannende Einblicke in die laufenden Diskussionen um die künftige Gestaltung religiöser Bildung in der Schule: Welcher Transformationen bedarf der RU zukünftig, damit er eine Zukunft hat? Johannes Heger entwickelt Thesen zu möglichen Formaten, Inhalten und der Rolle des RU in einer sich wandelnden pluralen Gesellschaft. Stephan Pruchniewicz plädiert für einen RU als Raum der Vielfalt, der in der Hand von Lehrer:innen-Teams den Schüler:innen die Idee eines friedlichen Lebens in einer heterogenen Gesellschaft vermittelt. Geleitet von der Vision, dass der RU nicht nur Wissensvermittlung, sondern ein Resonanzraum spiritueller Subjektbildung sei, fragt Maike Maria Domsel nach dem spirituell-religiösen Selbstverständnis von Religionslehrkräften als konstitutivem Element professioneller religionspädagogischer Praxis.

Schauen Sie vorbei!

Fundstücke

KI im Unterricht – Wie wirkt sich KI auf Lernprozesse in der Schule aus?

Wie kann Künstliche Intelligenz den Religionsunterricht sinnvoll unterstützen, ohne Lernziele und demokratische Bildung aus dem Blick zu verlieren? Der Beitrag der bpb beleuchtet Chancen von KI für Differenzierung, individuelle Förderung und kreative Zugänge – und betont zugleich die Verantwortung von Lehrkräften, Lernprozesse kritisch zu begleiten. Gerade im katholischen Religionsunterricht geht es darum, Urteilsfähigkeit, Gewissensbildung und die Achtung der Menschenwürde im Horizont christlicher Anthropologie zu stärken. KI kann Impulse geben, ersetzt aber nicht die pädagogische Beziehung und theologische Reflexion.

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Newsletter für Religionslehrkräfte der Region Südhessen 

Eine Beobachtung zeigt: viele katholische Religionslehrer:innen verlieren nach der Missio durch Umzug oder andere Ereignisse den Kontakt zur Gemeinde und wissen nur noch wenig über die Entwicklungen und Veranstaltungen in ihrer Region. Dies gilt sowohl für diejenigen an den staatlichen Schulen als auch an den Bistumsschulen. Dieser Tatsache möchte die Region Südhessen mit ihrem Newsletter entgegenwirken, der die Veranstaltungen der Regionalstelle zunehmend aber auch weitere interessante Veranstaltungen der Pfarreien/Pastoralräume oder der Regionalen Dienste bewirbt.

Zur Region Südhessen und zur Newsletter Anmeldung

Neues entdecken: Tag der Innovation

Suchen Sie Inspiration? Möchten Sie spannende Projekte und Prozesse kennenlernen, die Neues in den Blick nehmen? Haben Sie Spaß daran, selbst etwas Neues auszuprobieren? Hier lernen Sie Leute kennen, die außerhalb und innerhalb von Kirchen nach neuen Wegen suchen und/oder diese mitgestalten. Sie können sich vernetzen und erleben, was andere ausprobieren.
Bringen Sie Ihren Input mit, was Fortschritt für Sie bedeutet! Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!

Wann: 30. Mai 2026
Wo: Haus am Dom, Worms

Arbeitsstelle für Religionspädagogik

Filmtipp: „Mädchen Nr. 60427“

Der Kurzfilm Mädchen Nr. 60427 (Israel 2022) erzählt von der leisen, aber tief bewegenden Begegnung eines Kindes mit der Geschichte der Shoah. Die die 11-jährige Re’ut verbringt den Sommer bei ihrer Großmutter in Tel Aviv und stößt zufällig auf deren geheimes Tagebuch. Darin entdeckt sie die Vergangenheit der Großmutter als Holocaust-Überlebende, die in Auschwitz die Nummer 60427 trug. Der Film verknüpft ruhige, kindliche Alltagsszenen mit animierten Sequenzen aus dem Tagebuch. Diese Verknüpfung schafft einen behutsamen Zugang, lässt das Leid jedoch spürbar und erzeugt ein Gefühl, das nachhallt. Für den Religionsunterricht ab Klasse 9 eröffnet der Film vielfältige Zugänge: Erinnerungskultur, generationenübergreifendes Schweigen, die Unantastbarkeit menschlicher Würde, Schuld und Verantwortung sowie die Frage, wie Leid erzählt und weitergegeben werden kann. Besonders geeignet für biografisches Lernen und ethisch-theologische Reflexionen zu Trauma, Hoffnung und Versöhnung.

Zum Film im Medienportal der AVMZ

Schulpastoral 

Zwischen Tür und Angel – Kurzgespräche in der Seelsorge

Im Schulalltag muss vieles oft zwischen „Tür und Angel“ geklärt werden, Schüler:innen kommen mit wichtigen Anliegen und großen Themen – dabei bleibt in der Hektik wenig Zeit für ein ausführliches Gespräch. Besonders als Religionslehrer:in ist man für Schüler:innen eine erste Anlaufstelle für die Sorgen und Nöte des Alltags. Umso wichtiger ist es, an diese Kurzgespräche zielorientiert und fokussiert heranzugehen, um allen Beteiligten mit ihren Anliegen gerecht zu werden und ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erlangen.
In der Fortbildung werden Grundhaltungen, Methoden und Kompetenzen des seelsorglichen bzw. beratenden Kurzgespräches vermittelt. Mit Gesprächsbeispielen aus der eigenen Praxis, mit Rollenübungen und Reflexionen werden Kurzgespräche mit einer Zielorientierung eingeübt.

Wann: 16. April 2026 | 9:00 – 16:00 Uhr
Wo: Wiesbaden-Naurod | Wilhelm-Kempf-Haus

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Weltkirche

Werkstatt Kirche und Rassismus

Über Rassismus und rassistische Denk- und Handlungsstrukturen in Kirche und Theologie zu sprechen, kann sich im ersten Moment unbehaglich anfühlen. Dies gilt sowohl für jene, die in bestehenden Strukturen unbewusst privilegiert sind als auch für diejenigen, die Rassismuserfahrungen machen. Wir alle sind in gesellschaftliche und kirchliche Verhältnisse eingebettet, in denen koloniale und rassistische Logiken bis heute fortwirken und wir alle haben bestimmte Denkmuster erlernt, die wir gemeinsam reflektieren und verlernen können.
Der Workshop lädt dazu ein, eigene Erfahrungen, Perspektiven und Unsicherheiten miteinander zu teilen, um Rassismus in seinen vielfältigen Dimensionen zu erkennen, zu benennen und gemeinsam Handlungsansätze zu entwickeln.

Diese Veranstaltung ist Teil der internationalen Wochen gegen Rassismus

Wann: 18. März 2026 | 17:00 Uhr – 20:00 Uhr 
Wo: Erbacher Hof in Mainz

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Termin-Highlights

Knackt den Code. Escape Games im Religionsunterricht

Spielerische Ansätze im Unterricht bieten vielfältige Möglichkeiten, Lerninhalte auf kreative Weise zu vermitteln und die Motivation der Lernenden zu steigern. Eine besonders spannende Methode, die in den letzten Jahren immer mehr Anklang gefunden hat, ist das Escape Game. In dieser Online-Fortbildung erhalten Sie eine Einführung in die Verbindung von Spiel und Lernen. Sie lernen die Methode „Educational Escape Game“ kennen und entdecken anhand konkreter Unterrichtsbeispiele, wie Sie diese gezielt einsetzen können. Darüber hinaus werden digitale Tools vorgestellt, die bei der Umsetzung helfen. In einem interaktiven Teil haben Sie die Möglichkeit, verschiedene Tools und Formate selbst auszuprobieren und Ideen zu entwickeln, wie Sie diese in Ihren Unterricht integrieren können.

Wann: 03. März 2026 | 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr
Wo: Online 

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Online durch die Konfessionen

Das Christentum zeigt sich in unterschiedlichen Konfessionen. Es gibt einen gemeinsamen Grund und einen engen theologischen Zusammenhang. Zugleich unterscheiden sich katholische, orthodoxe und evangelische Christ:innen auch voneinander. Das zeigt sich u.a. in unterschiedlichen Feiertagen und im Sakramentsverständnis. In unserer Veranstaltungsreihe greifen wir grundlegende Themen des Unterrichts auf und beleuchten diese aus katholischer, evangelischer und orthodoxer Perspektive. Vertreter:innen der jeweiligen Konfessionen kommen mit den Teilnehmer:innen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede ins Gespräch.

Wann: 04. März 2026 | 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr
Wo: Online

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Lehrkräftetag Rhein-Main
Zwischen Bibeltreue und Vielfalt – Fundamentalistische Einflüsse in der Schule

Zunehmend werden Lehrkräfte im christlichen Religionsunterricht mit biblizistischen Bibelauslegungen oder moralischem Rigorismus konfrontiert, die einen fundamentalistischen Hintergrund der Schüler:innen nahelegen. Aber was ist das eigentlich, »christlicher Fundamentalismus«? Dasselbe wie »Evangelikalismus« oder »Biblizismus«? Oder etwas Spezielleres? Wie verbreitet ist christlicher Fundamentalismus in Deutschland, wo liegen seine Ursprünge und was sind seine Charakteristika?  Was macht fundamentalistische Ideen für junge Menschen attraktiv und welche Rolle spielen christliche Influencer:innen auf Social Media dabei? Zu diesen und weiteren Fragen wollen wir mit dem Theologen und Pfarrer Martin Fritz arbeiten und uns dazu austauschen, wie in der Ausbildung von Lehrkräften und in der Schule damit umgegangen werden kann. 

Wann: 05. März 2026 | 09:00 Uhr bis 16:30 Uhr
Wo: RPI Mainz

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„Machen wir heute wieder Sonnenstrahlen?“
Rituale als Kernstück inklusiver, religiöser Praxis 

Ob als Einstiegsritual mit Kerze und kleinem Gebet oder mit Momenten des Segens –für viele Schüler:innen bleiben religiöse Rituale die stärkste Erinnerung an den Religionsunterricht. Rituale können Vergemeinschaftung und Sinnstiftung vermitteln. Zugleich sind sie ambivalent, da sie sehr geschlossen funktionieren. Sie sind auch kein Selbstläufer, können scheitern und für Einzelne starke Nebenwirkungen haben. Bisher wenig erforscht ist ihre Bedeutung für Inklusion. Vermutlich sind sie der Ort mit dem stärksten inklusiven Potenzial des Religionsunterrichts und zugleich einer der Orte, an dem der Religionsunterricht verborgen Exklusion auslebt. Nach einem theoretischen Input mithilfe empirischen Materials gibt es die Möglichkeit, in Workshops einen Blick in die religiösen Ritualpraktiken zu werfen. Dabei ist Raum, eigene Rituale zu reflektieren und gezielt weiterzuentwickeln.

Wann: 16. März 2026 | 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Wo: Online

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Online-Crashkurs: Demokratiebildung durch Interreligiöses Begegnungslernen 

In dieser Fortbildung erhalten Lehrkräfte praxisnahe Impulse, wie sie Demokratiebildung im Schulalltag stärken und interreligiöses Begegnungslernen fördern können. Ziel ist es, Schüler:innen unterschiedlicher religiöser und säkularer Weltsichten dabei zu unterstützen, Vorurteile abzubauen, respektvoll in den Dialog zu treten und Dialog- sowie Konfliktlösungsfähigkeiten weiterzuentwickeln. Die Fortbildung vermittelt konkrete Unterrichtsmaterialien und Methoden, die direkt im Unterricht einsetzbar sind, sowie erprobte Praxisbeispiele. Im Fokus stehen die Didaktik und Methodik des Begegnungslernens, die Stärkung von Dialogkompetenzen und die Umsetzung der Leitperspektive „Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt“ (BTV). So können Lehrkräfte der Diskriminierung und Radikalisierung entgegenwirken und bei ihren Schüler:innen Empathie, Anerkennung und demokratisches Handeln fördern.

Wann: 19. Mai 2026 | 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Wo: Online

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Vortreffen für Interessierte am Weiterbildungskurs Schulpastoral 2026/2028

Was ist Schulpastoral? Was wird in der Weiterbildung vermittelt? Dieses Treffen führt in die grundlegende Konzeption ein und dient dem gegenseitigen Kennenlernen. Dabei steht die Klärung der Lernvoraussetzungen und Lerninteressen für den auf anderthalb Jahre angelegten Kurs sowie die Vergewisserung der eigenen Motivation und des kirchlichen Auftrags im Mittelpunkt. Der genaue Kursablauf und die Termine werden vorgestellt und es gibt Raum für noch offene Fragen. Im Anschluss können Interessierte entscheiden, ob sie sich zu diesem Kurs verbindlich anmelden. Interessierte setzen sich bitte frühzeitig mit der verantwortlichen Personen für Schulpastoral in ihrer Diözese in Verbindung, da das Votum des Bistums für die Zulassung zum Ausbildungskurs erforderlich ist. Die Bewerbungsunterlagen für den Kurs kann man sowohl vom jeweiligen Bistum als auch vom Pädagogischen Zentrum der Bistümer im Land Hessen (PZ) erhalten. Hinweis: Die Weiterbildung findet in Kooperation zwischen dem ILF Mainz und dem Pädagogischen Zentrum Hessen statt.

Wann: 21. Mai 2026 | 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Wo: Erbacher Hof in Mainz

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Achtsamer Umgang mit mir und anderen
Gutes tun, Auszeiten ermöglichen, Ressourcen stärken

Die Belastungen des Schulalltags sind für Lehrkräfte und auch für Schüler:innen vielfältig und bringen sie manchmal an den Rand der Belastungsgrenze. In dieser Tagesfortbildung beschäftigen wir uns damit, achtsam mit sich selbst und anderen umzugehen, die eigenen Akkus wieder aufzuladen und Schüler:innen behutsam durch herausfordernde Zeiten zu begleiten. In Theorie und Praxis werden wir verschiedene (Entspannungs-)Methoden ausprobieren. Wir entdecken Spiritualität als Ressource (wieder) und verbinden sie mit praktischen Übungen (z.B. Meditation, Atemübungen, Yoga), die Körper und Geist zur Ruhe bringen. So können Sie für sich selbst erfahren, was Ihnen gut tut und dem eigenen Glauben wieder mehr Raum geben kann. In einem weiteren Schritt werden wir die Möglichkeit der Umsetzung der Methoden in Schule und (Religions-)Unterricht in den Blick nehmen. So gehen Sie gestärkt aus diesem Tag und erhalten Impulse für den Schulalltag. Denn wer gut bei sich ist, der/die kann auch gut bei anderen sein.

Wann: 11. Juni 2026 | 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Wo: Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod

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